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Und genau diese läuft aktuell bereits auf Hochtouren.
An beiden Modellen wurden jeweils weit über 100 Detailpunkte sowie zahlreiche konstruktive Anpassungen und grundlegende Korrekturen angemerkt, die nun Schritt für Schritt in die Konstruktion einfließen. Gerade in dieser frühen Phase zeigt sich bereits, wie enorm komplex die Entwicklung solcher Modelle tatsächlich ist.
Unser Ziel ist dabei klar definiert:
Wir möchten bis zur Spur 1 Messe in Ampflwang Ende Juni ein bereits vorzeigbares Muster fertigstellen. Ob sich dieser ambitionierte Zeitplan am Ende vollständig realisieren lässt, wird sich zwar erst zeigen – dennoch setzen wir aktuell alles daran, dieses Ziel zu erreichen.
Bereits jetzt lässt sich anhand der Konstruktionen sehr deutlich erkennen, mit welchem Anspruch diese Modelle entwickelt werden. Die Detaillierung, die Maßhaltigkeit und die konstruktive Präzision bewegen sich auf einem Niveau, das selbst uns während der Entwicklung immer wieder begeistert.
Besonders beeindruckend ist dabei die kompromisslose Umsetzung der Proportionen und Baugruppen – trotz der äußerst schwierigen technischen Rahmenbedingungen, die gerade bei diesen Baureihen enorme Herausforderungen mit sich bringen.
Für uns war von Anfang an klar: Gravierende sichtbare Kompromisse zum Vorbild kommen weiterhin nicht infrage.
Zylinder dürfen nicht versetzt werden. Kolben müssen mittig sitzen. Laufbahnen, Kreuzkopf und Fahrwerk müssen ihre korrekten Positionen behalten. Gleichzeitig muss ein Modell dieser Größe dennoch Radien ab 1020 mm zuverlässig durchfahren können, ohne dass Vorlaufdrehgestell, Zylinder oder Kreuzkopfführungen miteinander kollidieren.
Gerade diese Herausforderung erforderte eine ausgeklügelt gedachte konstruktive Lösung.
Durch eine aufwendig entwickelte kinematische Führung und Aufhängung des Vorlaufdrehgestells ist es uns gelungen, diese Problematik zu lösen, ohne dabei sichtbare Abstriche an der Optik machen zu müssen.
Damit können wir auch in diesem Bereich kompromisslos an unserem Anspruch festhalten: Maximale Vorbildtreue ohne sichtbare technische Notlösungen.
Auch abseits des Fahrwerks zeigen die Modelle bereits jetzt ihre außergewöhnliche Detailtiefe. Zahlreiche zu öffnende Klappen geben den Blick auf fein nachgebildete Aggregate und technische Einrichtungen frei und sorgen dafür, dass die Lokomotiven selbst in realistisch dargestellten Werkstatt- oder Betriebsszenen absolut überzeugend wirken.
Wie bei all unseren Modellen wurde selbstverständlich auch der Führerstand mit größter Sorgfalt vollständig durchdetailliert. Durch das abnehmbare Dach werden diese Details später besonders gut zugänglich und sichtbar sein.
Technisch bauen auch die Baureihen 77 und 78 konsequent auf modernste Ausstattung. Die bewährte ESU-Elektronik bildet mit Decoder- und Rauchsystem erneut die zuverlässige Basis des Gesamtkonzepts. Beleuchtungs-, Sound- und Bewegungsfunktionen werden präzise und möglichst vorbildgerecht umgesetzt.
Für ein besonders kraftvolles und räumliches Klangbild sorgen zwei Lautsprecher, die in Kessel und Kohlekasten untergebracht sind.
Darüber hinaus erhalten auch diese Modelle zahlreiche Ausstattungsmerkmale, die mittlerweile zu den charakteristischen Details unserer Modelle zählen: gravierte Radreifen, kupferne Schmierleitungen sowie magnetische Luftschläuche sind selbstverständlich ebenfalls vorgesehen.
Auch im Bereich FineScale- und PUR-Optimierung arbeiten wir bereits intensiv an weiteren Lösungen. Dazu zählt unter anderem eine Lösung zur Montage von Systemkupplung, da eine klassische Montage aufgrund der Konstruktion des Vorbildes kaum realisierbar ist.
Ebenso beschäftigen wir uns bei diesen Ausführungen intensiv mit der weiteren Reduktion notwendiger Rahmeneinschnitte sowie dem Entfall der nicht vorbildgerechten Deichsel an der Nachlaufachse der Baureihe 77, die bei NEM Modellen für kleine Radien erforderlich ist.
Aber selbst die NEM-Ausführung erhält an dieser Stelle eine besonders raffinierte konstruktive Lösung: Ein mit ausschwenkendes Rahmendetail sorgt dafür, dass trotz der erforderlichen Beweglichkeit keine optisch störenden Ausschnitte sichtbar bleiben.
All diese Details zeigen, mit welchem Anspruch wir an dieses Projekt herangehen.
Mit den Baureihen 77 und 78 möchten wir nicht einfach nur weitere Modelle österreichischer Dampflokomotiven realisieren. Unser Ziel ist es vielmehr, ein Stück österreichischer Eisenbahngeschichte in einer Form auf die Spur 1 Gleise zu bringen, die technische Innovation, außergewöhnliche Detailtiefe und kompromisslose Vorbildtreue auf einzigartige Weise miteinander verbindet.
Weitere Bilder und Detailansichten der Modelle werden wir bewusst erst dann veröffentlichen, sobald die aktuell laufenden Korrekturen und Überarbeitungen umgesetzt wurden.
Gerade in diesem Entwicklungsstadium verändert sich konstruktiv noch sehr viel, weshalb wir Ihnen die Modelle erst dann wieder ausführlicher zeigen möchten, wenn die nächsten großen Entwicklungsschritte sichtbar abgeschlossen sind.
Mit Blick auf die Spur 1 Messe in Ampflwang halten wir Sie zu beiden Projekten selbstverständlich weiterhin regelmäßig auf dem Laufenden.
Wir freuen uns bereits jetzt darauf, Ihnen in den kommenden Wochen weitere Fortschritte und neue Einblicke in die Entwicklung der Baureihen 77 und 78 präsentieren zu können.
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